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LChG-Expertenmerkblatt 2017

Wissenschaftszeitschrift Nature berichtet über Karriereaussichten in Food Science

Lebensmitteltechnologiepraktikum an der Akdeniz University in Antalya


Lebensmittelchemiker sind Experten, wenn es um die chemische Zusammensetzung, Analytik und Produktentwicklung von Lebensmitteln und Kosmetika geht. Darüber hinaus ist es aber auch unerlässlich, ein grundlegendes Wissen darüber zu haben, wie Lebensmittel im menschlichen Organismus wirken, wie sie industriell hergestellt werden und rechtlich zu beurteilen sind und welche Rolle Mikroorganismen bei Herstellung und Verderb spielen.

Grundstudium

Während der ersten vier Semester werden grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt, die für die weiterführenden lebensmittelchemischen Lehrveranstaltungen der folgenden Semester benötigt werden. Die theoretischen Grundlagen erwerben die Studierenden in Vorlesungen in den Fächern Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Biochemie, die durch Praktika in Physik, Biologie und Biochemie vertieft werden. Einen Schwerpunkt stellen mehrere chemische Praktika dar, in denen erlernt werden kann, wie in einem chemischen Labor sicher und erfolgreich gearbeitet wird. Das Grundstudium schließt mit der Vorprüfung in den Fächern Physik, Biologie und Chemie ab.

Hauptstudium

Im Hauptstudium beschäftigen sich die Studierenden vor allem mit lebensmittelchemischen Fragestellungen, wie zum Beispiel mit Inhaltsstoffen der Lebensmittel, mit chemischen Reaktionen, mit Herstellungsprozessen und mit Möglichkeiten, natürliche und künstliche Lebensmittelinhaltsstoffe zu analysieren. In verschiedenen lebensmittelchemischen Praktika ist ausgiebig Gelegenheit, sowohl grundlegende Techniken als auch modernste bioanalytische und instrumentelle Verfahren selbst anzuwenden. Daneben werden Vorlesungen in den Fächern Ernährungsphysiologie, Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelmikrobiologie, Lebensmittelrecht, Biotechnologie, Toxikologie, forensische Analytik, Qualitätsmanagement, Chemie und Analytik von Kosmetika und viele mehr angeboten. Häufig finden zu den verschiedenen Gebieten Praktika statt. Darüber hinaus werden jedes Semester Exkursionen zu Industriebetrieben angeboten, in denen man erleben kann, wie die Lebensmittelherstellung und –überwachung in der Praxis erfolgt.

Berufsvorbereitende Qualifikationen

Neben dem Fachwissen erwerben die Studierenden auch andere Qualifikationen, die für einen erfolgreichen Berufsstart notwendig sind, unter anderem wie man Vorträge hält oder seinen Computer zur Präsentation oder für das wissenschaftliche Arbeiten einsetzt. Weiterhin bietet das Sprachenzentrum der Universität verschiedene Sprachkurse an.

Studiendauer

Das Universitätsstudium wird von fast allen Studierenden in neun Semestern abgeschlossen. Daran kann eine einjährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker in der amtlichen Lebensmittelüberwachung und/oder eine Promotion in verschiedenen naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächern, wie Lebensmittelchemie, Pharmazie, Mikrobiologie oder Arbeitsmedizin angeschlossen werden.

Wie kommt man an einen Studienplatz?

Das Studium Lebensmittelchemie an der Universität Erlangen ist örtlich zulassungsbeschränkt. Das bedeutet, dass Sie sich direkt bei der Zulassungsstelle der Universität um einen Studienplatz bewerben. Dort erhalten Sie auch alle Informationen, die die Formalitäten der Zulassung betreffen. Die Zulassung erfolgt nach Abiturnote bzw. Wartesemestern. Falls Sie auf den ersten Anlauf keinen Studienplatz erhalten haben, ist es noch möglich, dass Sie in den ersten Wochen des ersten Semesters über das Nachrückverfahren zum Zuge kommen. Aus formalen Gründen kann sich im Nachrückverfahren der Notendurchschnitt, der zu einer Zulassung führt, noch deutlich nach unten bewegen. Weiterhin ist ein Quereinstieg aus verwandten Studiengängen oder anderen Studienorten in ein höheres Semester möglich.